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Kufsteiner Klettersteig

Kufstein - Wilder Kaiser | Anton Karg Haus | September 2020

Anreise

Kufstein ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Bahnstrecke Rosenheim-Innsbruck als auch mit dem Kfz über die Inntalautobahn problemlos zu erreichen. Den Ausgangspunkt am Kaisertalparkplatz erwandert man vom Bahnhof in etwa 20-30 Minuten. Mit dem Auto verlässt man die Autobahn in Kufstein-Nord, biegt am Kreisel links (Richtung Ebbs) ab, bis nach etwa 400m rechts eine Straße abzweigt, die direkt dorthin führt.

Anreise Kufstein
Anton Katg Haus Hinterbärenbad

Das Anton Karg Haus

Zustieg von Kufstein (2 – 2,5 h): Vom Kaisertalparkplatz führt der breite Weg die berühmte Kaisertaltreppe in vielen Stufen hinauf zur Fahrstraße, die über den Veitenhof taleinwärts zu den Pfandlhöfen führt. Kurz dahinter gabelt sich der Weg – wer den direkten Zustieg wählt, bleibt rechts, wer 15-30 Minuten mehr Zeit hat sollte sich links halten. So erreicht er in Kürze die berühmte Antoniuskapelle, wohl das bekannteste Fotomotiv des Kaisergebirges. Über den Hinterkaiserhof führt der Weg dann wieder hinab zur Fahrstraße und zum Anton- Karg-Haus in Hinterbärenbad.

Das Anton-Karg-Haus besitzt eine lange Tradition. 1882 überließ die Stadtgemeinde Kufstein der Sektion Kufstein eine Alphütte, die nach Umbau, am 25. Juli 1883 als Hinterbärenbadhütte eröffnet wurde. Nach weiterem Ausbau 1884 wurde das Haus samt einem zweiten, neu errichteten Holzgebäude 1886 in das Eigentum der Sektion Kufstein übernommen. Nach dem Bau einer Veranda sowie der Adaption des zweiten Hauses in einen Schlafraum verzeichnete das Schutzhaus Hinterbärenbad ab 1887 Besucherzugänge, die die Sektion 1894 zu Erweiterung und teilweisem Neubau veranlassten. In den Wintermonaten von 1894 auf 1895 wurde die Neue Hinterbärenbadhütte errichtet und im Frühjahr 1895 in Betrieb genommen. Aus dieser Zeit stammen die für eine Berghütte ungewöhnlich geräumigen Zimmer, zum Teil mit eigenem Balkon. Das Haus wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts von angesehenen Bürgern Kufsteins zur Sommerfrische genutzt.

TOPO Kufsteiner Klettersteig

 
Berg: Unteres Gamskarköpfl  (1975 m)
 
Charakter:
Sehr gut angelegter Klettersteig durch die Nordabbrüche der Gamskarköpfe. Der Eisenweg wurde im alpinen Stil gebaut und kommt mit wenig Trittbügeln aus. Der Steig teilt sich in drei Teile, einem Schrofenteil folgt ein sehr steiler Mittelteil, oben steigt man zur Krönung über eine sehr ausgesetzte Querung direkt auf dem Gipfel aus. Vom Gipfel des Unteren Gamsköpfls, mit seinem sehr schönen, schlichten Gipfelkreuz, genießt man den fantastischen Weitblick ins Inntal und auf den Zahmen Kaiser. Wer nach dem Klettersteig noch ca. 1 Std. Aufstieg anhängt, kann vom Gipfel des Sonnecks auch auf die Südseite des Wilden Kaisers blicken und mit etwas Wetterglück sogar die vergletscherten Gipfel des Alpenhauptkammes sehen.

Der sehr gut gelungene Klettersteig dürfte eine neue Ära im Wilden Kaiser einläuten und wird sicher bald zum Klassiker unter den Klettersteigen lancieren. Kombiniert man den Steig mit einer Nächtigung auf der sehr stilvoll eingerichteten Hütte in Hinterbärenbad (Anton-Karg-Haus) erlebt man neben dem atemberaubenden Steigabenteuer auch noch die abendliche Stille und die herrlicher Natur im Kaisertal (wegen des sehr langen Zu- und Abstieges von Kufstein aus, ist eine Nächtigung in Hinterbärenbad in der Regel anzuraten).

Genaue Routenbeschreibung:

Vom Einstieg über gestuftes Gelände (A) zu einer steileren Passage rechts einer Rinne (B), von der man über Schrofen (A/B und A) auf das erste Schuttband gelangt. Links geht man zum Beginn des zweiten Vorbaues, dieser ist unten steiler (B), wird aber vor der sog. schwarzen Wand wieder etwas flacher (A/B). Sehr steil (C/D und D) steigt man rechts der schwarzen Wand empor und gelangt leicht rechts haltend, immer noch sehr luftig (C und C/D) in gestuftes Gelände. Dort links hinauf (B u. A) zu Schuttband. Gehend erreicht man den nächsten Abschnitt, dieser führt teilweise steil (C) hinauf auf den Grat (Absatz). Über einen Block (B) erreicht man einen steilen Kamin (C) an dessen Ende ein sehr steiler, ausgesetzter Pfeiler (C/D) überwunden werden muss. Etwas leichter (C) erreicht man ein kleines Band (kurz gehen). Eine Wandstelle (B/C) führt nach links zu einer kurzen Steilstufe (C), nach dieser erreicht man ein Querband (B und A). Zu Beginn leicht (A) und kurz ab- und aufsteigend (B) kommt man in den sog. Götterquergang. Waagrecht (C), dann aber leicht aufsteigend (C), erreicht man das letzte, sehr ausgesetzte Steilstück (C/D) vor dem Gipfelgrat (A) und schlussendlich den Gipfel.

Ausrüstung:

Komplette Klettersteigausrüstung und Helm, für schwächere Geher ein Sicherungsseil.

TOPO Kufsteiner Kletterstig-min

Der Kufsteiner Klettersteig

Der Abstieg zur Hütte

 
Berg: Unteres Gamskarköpfl  (1975 m)
 
Charakter:
Sehr gut angelegter Klettersteig durch die Nordabbrüche der Gamskarköpfe. Der Eisenweg wurde im alpinen Stil gebaut und kommt mit wenig Trittbügeln aus. Der Steig teilt sich in drei Teile, einem Schrofenteil folgt ein sehr steiler Mittelteil, oben steigt man zur Krönung über eine sehr ausgesetzte Querung direkt auf dem Gipfel aus. Vom Gipfel des Unteren Gamsköpfls, mit seinem sehr schönen, schlichten Gipfelkreuz, genießt man den fantastischen Weitblick ins Inntal und auf den Zahmen Kaiser. Wer nach dem Klettersteig noch ca. 1 Std. Aufstieg anhängt, kann vom Gipfel des Sonnecks auch auf die Südseite des Wilden Kaisers blicken und mit etwas Wetterglück sogar die vergletscherten Gipfel des Alpenhauptkammes sehen.

Der sehr gut gelungene Klettersteig dürfte eine neue Ära im Wilden Kaiser einläuten und wird sicher bald zum Klassiker unter den Klettersteigen lancieren. Kombiniert man den Steig mit einer Nächtigung auf der sehr stilvoll eingerichteten Hütte in Hinterbärenbad (Anton-Karg-Haus) erlebt man neben dem atemberaubenden Steigabenteuer auch noch die abendliche Stille und die herrlicher Natur im Kaisertal (wegen des sehr langen Zu- und Abstieges von Kufstein aus, ist eine Nächtigung in Hinterbärenbad in der Regel anzuraten).

Kufsteiner Klettersteig Frank